Neuroblastome

Das Neuroblastom ist der häufigste Tumor im Kindes- und Jugendalter. Das Alter der Patienten bei Diagnosestellung ist etwa 18 Lebensmonate im Median. Es ist ein Tumor der Nerven (peripheres sympathischen Nervensystem). Am häufigsten ist dieser Tumor lokalisiert entlang der Wirbelsäule und im Bauchraum.

Bei einem wesentlichen Anteil der Patienten muß bereits zum Zeitpunkt der Diagnose eine ausgebreitete Erkrankung diagnostiziert werden, wodurch zusätzlich das Knochenmark, der Knochen und die Lymphknoten befallen sind. In einer solchen Situation kommen diese Kinder in der Regel in einem schlechtem Allgegemeinzustand zur stationären Aufnahme, häufig mit Fieber, Abgeschlagenheit, Gewichtsverlust und Knochenschmerzen. Trotz intensivster Behandlung mit Chemotherapie, Bestrahlung und Operationen verstirbt leider ein Großteil dieser Kinder.

Es ist über viele Jahre versucht worden, durch Intensivierung der Behandlung die Prognose dieser Kinder zu verbessern. Leider ist dies nur in geringem Ausmaß gelungen. Auch heute versterben noch 60% der Kinder mit dieser Diagnose.

Um diese Erkrankung heilbar zu machen, ist unbedingt ein besseres Verständnis über dieses Tumorleiden notwendig. Im Wesentlichen kommt es darauf an, zu verstehen, wieso sich das Zellwachstum dieses Tumors durch heutige Therapiemöglichkeiten nicht beieinflussen läßt. Zellwachstum wiederum ist eine wesentliche Funktion der molekularen Mechanismen innerhalb einer jeden Zelle. Wenn wir also die molekularen Mechanismen "bösartigen" Zellwachstums besser verstehen werden, können hieraus verbesserte Therapiemöglichkeiten entstehen. "Ein verbessertes Verständnis von "bösartigem Zellwachstum" ist nur durch Laborforschung möglich" meint Univ.-Prof. Dr. med. Holger Christiansen, Leiter der selbständigen Abteilung für Pädiatrische Onkologie, Hämatologie und Hämostaseologie am Universitätsklinikum in Leipzig.

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