Hirntumor-Vakzine
Ziel: Etablierung einer dendritischen Zell-Vakzine zur Therapie hochmaligner Gliome
Mitarbeiter:
- PD Dr. Carl Friedrich Classen (Leiter der Arbeitsgruppe)
- Diplom-Biol. Christina Mullins
- Till Fadenholz, Arzt
- cand. med. Anne Enders
Kooperationspartner:
- PD Dr. rer. nat. Michael Linnebacher
- AG Molekulare Onkologie
- Chirurgische Klinik und Poliklinik der Universität Rostock
- Abteilung für Allgemeine, Thorax-, Gefäß- und Transplantationschirurgie
- Prof. Dr. med. M. Freund, Prof. Dr. med. M. Schmitt
- Klinik und Poliklinik für Innere Medizin der Universität Rostock
- Abteilung Hämatologie und Onkologie
- Prof. Dr. med. S. van Gool, M.D., Ph.D.
- Pediatric Hemato-oncology and Neuro-oncology
- University Hospital Gasthuisberg
- B-3000 Leuven, Belgien
Schema: Konzept einer Dendritischen Zellvakzine bei hochmalignen Gliomen

Hirntumoren machen etwa 20 % der bösartigen Erkrankungen des Kindesalters aus; und unter den Hirntumoren sind wiederum rund 20 % sogenannte hochmaligne Gliome. Diese Art von Tumoren führt auch heute noch fast immer zum Tode der Kinder - trotz Anwendung von Neurochirurgie, Bestrahlung und Chemotherapie. Mit einer immunologischen Therapie, einer Impfung, hoffen wir, hier ein wenig helfen zu können.
Bei diesem Verfahren wird zunächst während der Tumoroperation Tumorgewebe eingefroren. Nachfolgend werden aus weißen Blutkörperchen des Patienten im Labor sogenannte Dendritische Zellen gewonnen, Signalzellen des Immunsystems. Diese werden mit dem Tumormaterial beladen. Wenn der Patient nun mit diesen Zellen geimpft wird, dann wird sein Immunsystem aktiviert, um selbst die Krebszellen zu bekämpfen.
Dieses Verfahren wurde vor allem in der Arbeitsgruppe von Prof. van Gool in Leuven, Belgien, entwickelt und wird nun in einem Netzwerk in ganz Europa aufgebaut. Einheitliche Protokolle für die Verarbeitung der Zellen in den Reinraumlabors müssen erarbeitet werden.
Wir arbeiten, wie alle, die zu diesem Netzwerk gehören, ferner an Möglichkeiten, um die Wirksamkeit von diesem Impfverfahren noch zu steigern. Unsere wichtigsten wissenschaftlichen Fragen sind: Wie kann die Beladung der Dendritischen Zellen verbessert werden? Wie können die Dendritischen Zellen besonders robust und langlebig gemacht werden?
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